Anne
15.2.2026 um 15:47Uhr

Vorderpfoten berühren & Duschen

Hallo zusammen, unsere 1,5-jährige, ziemlich sensible Tierschutzhündin macht sich insgesamt sehr gut, seitdem sie vor fast einem Jahr bei uns in Deutschland angekommen ist. Nur bei zwei Sachen machen wir noch keine Fortschritte: Vorderpfoten berühren und Duschen. Es ist zwar möglich wenn es sein muss (Tierarzt, Pfoten beim Reingehen abtrocknen; Duschen weil in Kot gewälzt), weil sie sich quasi der Situation „ergibt“ aber das ist natürlich nicht schön. Sie lässt sich sonst übrigens überall anfassen und z. B. Zähneputzen, nur die Vorderpfoten sind das Problem. Wir versuchen beides durch positives Aufbauen mit Berührungstraining mit vielen Leckerlis und Schleckmatte in der Dusche kleinschrittig aufzubauen, aber nach vielen Wochen des Trainings zuckt sie immer noch zusammen, sobald man das erste Mal die Pfote berührt und bei der Gewöhnung in der Dusche sind wir auch noch nicht über ein kleines Rinsaal auf dem Boden hinaus. Habt ihr Tipps oder andere Herangehensweisen?

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Team
17.2.2026 um 18:18Uhr

Hallo Anne, erst einmal finde ich es ganz toll, dass ihr einen Hund aus dem Tierschutz ein neues schönes zu Hause gegeben habt. ☺️ So hart wie es sich jetzt vielleicht anhört, Mitleid ist bei diesen Problemen ein schlechter Ratgeber und bestätigt unsichere Hunde noch mehr in ihrem evtl. schreckhaften Verhalten und gerade solche Hunde brauchen eine klare und sichere Führung. Ein „ist ja gut“ oder „es ist doch nur Wasser“ in eine mitleidigen Ton, bedeutet für eure Hündin wahrscheinlich eher ein Lob oder Trost, aber eigentlich gibt es ja nichts zu trösten, denn die Pfoten zu berühren oder abgeduscht zu werden, ist ja nun mal nichts Schlimmes. Viele Hunde mögen die Dusche nicht, aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden. Also sprecht in Zukunft ganz normal mit ihr. Oft ist es hilfreich, mit dem Duschen an den Beinen anzufangen, anstatt oben auf dem Rücken zu beginnen, d. h. von unten nach oben duschen, in eurem Fall dann eventuell nicht direkt unten an den Pfoten. Eine Duschmatte benutzt ihr bestimmt schon, oder? Was das berühren, an den Pfoten angeht, schaut gerne einmal in den Kurs zum Thema Frustrationstoleranz, die Übungen dort können euch bei der Gewöhnung bestimmt unterstützen. damit sich eure Hunde nicht immer erschreckt, wenn ihr die Vorderpfoten anfassen möchtet, könnt ihr auch könnt ihr auch jeder Pfote eine geben oder zumindest mit dem Kommando „Pfote“ ankündigen, dass jetzt die Pfote berührt wird. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity

Anne
1.3.2026 um 08:26Uhr

Hallo Beate, danke für deine Tipps! Ich werde noch mehr darauf achten, nicht in einem mitleidigen Ton mit Bonnie zu sprechen, allerdings versuche ich das schon ganz bewusst. Ich hätte etwas mehr Kontext geben sollen. Ich beschränke mich hier mal auf das Pfotenthema, damit das hier kein Buch wird: Das Pfotensäubern nach dem Reinkommen (immerhin mindestens dreimal am Tag) läuft schon etwa so ab, wie in dem Video zur Frustrationstoleranz - Video 2.4. glaube ich - und wir kündigen das mit einem Wort an („Huf“, weil ich etwas pferdevorgeschädigt bin 😅). Bonnie ist es auch gewöhnt, z.B. im Bus oder Zug in einer Position festgehalten zu werden, so wie es in dem Video als Übungsbeispiel gezeigt wurde und kommt damit entspannt klar. Auch an das Zäheputzen konnten wir sie so gewöhnen und inzwischen freut sie sich, wenn sie die Zahnbürste sieht. Ist alles kein Problem. Mir ist bei der Erwähnung von Berührungstraining in den Trickdog-Videos dann aufgefallen, dass wir mit der Pfote an der Stelle eben von reiner Frustrationstoleranz stehengeblieben waren und Bonnie die Pfotenberührung eben nur über sich ergehen lässt, aber ganz klar versucht zu vermeiden, wenn sie kann. Deutlich wird das auch beim Trick „Pfote“: Den hat sie verstanden, tut aber alles, um nur mal schnell das Handgelenk anzutippen und selbst das kostet sie sichtlich Überwindung. Der Trick kann uns ja egal sein, aber wir müssen ihre Pfoten nun mal täglich zumindest saubermachen und es wurmt mich, dass das bisher offenbar immer ein unangenehmer Moment für sie ist. Es kann natürlich sein, dass wir es irgendwann einfach hinnehmen müssen, aber ich hoffe noch, dass wir bisher nicht den richtigen Ansatz gefunden haben. Weil das ein Beispiel aus dem Frustrationstoleranzkurs war: Ds Bürsten haben wir auch mit Leckerlis positiv belegt und das hat klasse funktioniert. Sie schien sich nähernde Gegenstände bis dahin mit Schläge zu verbinden und gewöhnte sich so trotzdem schnell ans Bürsten. Auch deshalb hatte ich gehofft, dass es mit der Pfote so klappen würde. Liebe Grüße Anne

Anne
8.3.2026 um 10:32Uhr

Hallo Beate, ich sehe gerade, dass ich m meine Antwort versehentlich als Antwort auf meinen Post gepostet hatte, statt auf deine Nachricht.

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