Unser Hund ist jetzt seit etwa 2 Monaten bei uns (aus Rumänien, Rüde, 3 jährig, Mischling, mittelgross). Er versteht sich super mit anderen Hunden, bei Menschen ist er zurückhaltend bis offen. Grundsätzlich ist er lieb, freundlich und schmust gerne. Allerdings hat er mich als seine Ressource auserkoren. So kommt es öfter mal vor, dass er aufspringt, bellt und knurrt, wenn meine Frau ins Zimmer kommt und ich auf dem Sofa oder im Bett liege oder am Tisch sitze und er bei mir im Zimmer ist. Wenn wir uns umarmen, jault er. Wenn meine Frau mit ihm allein ist, geht alles gut, spazieren, streicheln, Futter geben usw. Ich bin aber seine engere Bezugsperson und darf ihm das Geschirr anziehen und anderes mehr. Eigentlich bellt er sonst äusserst selten, auch wenn Besuch kommt ist er in der Regel ruhig. Wir sagen ihm jeweils Nein und ich schiebe mich oft auch zwischen meine Frau und ihn oder wehre ihn körperlich ab, wenn es grad geht. Wir möchten diese Situation ändern, wissen aber nicht so genau, was man sonst noch tun könnte. Seine Streicheleinheiten kriegt er von uns beiden.
Hallo Daniel, du hast euer Problem bereits selbst auf den Punkt gebracht: Es geht um Ressourcen und über diese sollte nie der Hund verfügen können, sondern ihr als Hundeführer solltet alle Ressourcen für euren Hund verwalten und du, als Halter, solltest bitte keine Ressource für ihn sein. Euer Hund ist mittlerweile in seinem neuen Zuhause angekommen und wird anscheinend jetzt auch selbstbewusster, zum Glück kann man sagen, denn nach 2 Monaten ist das bei Hunden aus dem Tierschutz nicht selbstverständlich, aber er braucht nun auch Grenzen und Regeln für den Alltag und auch im Haus. Du solltest dich in nächster Zeit etwas mehr zurücknehmen und eurem Hund nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit schenken. Deine Frau hingegen sollte mehr mit dem Hund unternehmen, positive Dinge natürlich. Vielleicht kann sie zumindest eine Fütterung am Tag übernehmen? Sobald euer Hund anfängt zu bellen, solltest du ihn kommentarlos auf seinen Liegeplatz bringen, wo er dann auch bleiben sollte. Eine Hausleine kann hier für die nächste Zeit eine große Hilfe sein, damit ihr schnell Zugriff auf euren Hund habt, ohne "diskutieren" zu müssen. Es ist wichtig, dass ihr das Bellen kommentiert, da es sich sonst noch verstärken würde, wenn du deinen Hund bspw. mit "ist ja gut oder das ist doch nur die..." versuchst zu beruhigen. Auch macht das Abbruchsignal (Nein) wenig Sinn, wenn es nicht sehr gut funktioniert. Dann baut es lieber noch einmal sauber auf, denn sonst verliert es die Bedeutung für den Hund. Wechselt ggf. hier auch das Hörsignal (anstatt Nein nehmt vlt Tabu o. ä.). Ich empfehle euch an dieser Stelle gerne den Kurs "Bindung und Beziehung", vor allem das häusliche Management. Die 3 Webinare mit Dana im Clubvorteilsbereich "Gemeinsam ins neue Jahr 2026" werden bestimmt ebenfalls hilfreich sein. Ich bin ganz zuversichtlich, dass euer Hund mit mehr Führungsqualität bald ausgeglichener sein wird und auch merken wird, dass er nicht auf dich aufpassen muss. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
Hallo Beate, danke dass du dir Zeit genommen hast, so eine ausführliche Antwort für uns zu schreiben! Ja, wir werden das beachten und mit Eddie üben. Von einer anderen Seite her haben wir eine ziemlich übereinstimmende Antwort erhalten. Das muss ja dann klappen! Liebe Grüße Daniel
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