Wir haben seit ca. 2-3 Wochen das Problem, dass unser 8 Monate alter Rüde schlecht frisst oder seine eigentlichen Lieblingskekse nicht mehr nimmt. Anfangs war es nur mal zwischendurch aber jetzt ist sein Futter eigentlich total egal und bei Leckereien nimmt er nur noch das Beste(Leberwurst, Fleischwurst). Sein Trockenfutter hat er eigentlich auch geliebt und bis vor 3-4 Wochen konnte er es gar nicht abwarten, dass er die Freigabe bekommt. Auch wenn man das Futter aufwertet macht er keine extremen Freudensprünge. Sonst ist er fit und auch der Tierarzt konnte nichts feststellen. Dort wurde einmal alles gecheckt und auch erstmal auf die Hormone geschoben. Jetzt ist die Frage, wie wir damit umgehen sollen. Ich will ihm jetzt nicht immer etwas extrem gutes machen, da er sich ja sonst dran gewöhnt. Ich stelle ihm seinen Napf immer 20 Minuten hin wenn er nicht will wieder weg. Auch beim trainieren möchte ich ja keine Pause machen. Ich nutze klar auch das soziale Lob oder spiele mit ihm als Belohnung, aber richtig motiviert ist er nur mit Keksen gewesen. Ich bin langsam ein wenig am verzweifeln..
Hallo Marvin, ja, die Appetitlosigkeit kann durchaus mit den Hormonen und evtl. läufigen Hündinnen in eurer Nähe (im Umkreis von ca. 2 km können die Rüden läufige Hündinnen wahrnehmen) zusammenhängen. Es passt auch zum Alter deines Hundes, denn er wird/ist jetzt geschlechtsreif. Beobachte einmal, ob er auch vermehrt und länger schnuppert und flehmt (mit dem Kiefer und den Zähnen klappern). Grundsätzlich gilt, dein Hund wird sich nicht selbst verhungern lassen. Das steht fest. 😉️ Es kann aber sein, dass er doch etwas an Gewicht abnimmt. Irgendwann ist die läufige Hündin aber dann auch wieder weg und euer Hund wird wieder normal fressen und wieder fröhlich sein. Ich kann gut verstehen, dass du dir Gedanken machst, denn auf der anderen Seite ist euer Hund noch voll in der körperlichen und mentalen Entwicklung und sollte regelmäßig ausreichend Nahrung aufnehmen. Sollte sich der Zustand so gar nicht bessern wollen, könntet ihr mit eurem Tierarzt einmal über einen Kastrationschip nachdenken, der euren Hund vielleicht helfen könnte. Mach' dir aber keine allzu großen Sorgen, es hört sich deiner Beschreibung nach tatsächlich nach hündischem Liebeskummer 😍️ an, der auch wieder vorbei geht. Das Training solltest du in nächster Zeit an einem ablenkungsarmen Ort machen, wo nicht sooo viele Gerüche und Markierungen sind (einen leeren Parkplatz z. Bsp. oder eine ruhige Sackgasse) und dann tatsächlich supergute Leckerlies benutzen. Liebe Grüße Beate vom Team der Doguniversity
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