Hallo zusammen, zum Thema Aufreiten gibt es ja schon einige Beiträge, trotzdem würde ich mein Problem gern schildern. Meine Yorkshire Terrier Hündin ist jetzt 10 Monate alt. Im April war sie zum ersten Mal läufig, kurz vorher hat sie sich immer ein Kissen zum Aufreiten geschnappt, so dass ich dieses Kissen schließlich wegräumen musste. Mit dem Einsetzen der Läufigkeit hat sich das allerdings gelegt. Seit ein paar Tagen versucht sie aber ständig, meinen Arm zu rammeln. Sie klammert sich dabei richtig an mir fest und lässt kaum von mir ab. Ich schiebe sie sanft und liebevoll weg und versuche dann, sie immer wieder zu ihrer Decke zu führen. Leider kommt sie erst zur Ruhe, wenn ich sie dort anleine. Das tut mir irgendwie so leid, aber ich weiß mir im Moment nicht anders zu helfen. Nun frage ich mich natürlich, was die Ursache sein könnte. Zeitlich trifft es damit zusammen, dass ich mich selbst gerade sehr gestresst fühle. Unsere Nachbarin hat sich beschwert, weil unser Hund am Wochenende ein paar Mal in unserem Garten gebellt hat, als draußen das Gebelle anderer Hunde zu hören war. Sie meinte, ich müsse meinen Hund nun endlich mal richtig erziehen. Dabei arbeite ich jeden Tag mit der Kleinen und sie hat auch schon richtig gute Fortschritte gemacht. Beim Gassi gehen hat mich eine andere Hundebesitzerin ganz böse als Tierquälerin beschimpft, weil meine Hündin einen Maulkorb trägt. Die Kleine ist ein kleiner Staubsauger und frisst einfach alles. Auf Anraten unserer Tierärztin muss ich sie deshalb so schützen, aber das interessiert diese Frau nicht. Ich selbst bin im Moment etwas dünnhäutig, da es mir aufgrund einer Krebserkrankung und Chemotherapie nun nicht gerade besonders toll geht. Dadurch nehme ich mir solches Gerede viel mehr zu Herzen, als gut ist. Nun denke ich, dass meine Kleine das spürt und dadurch selbst in Stress gerät. Wie kann ich ihr helfen? Wird sich das Verhalten bei ihr wieder geben, wenn es mir selbst gelingt, wieder mehr zur Ruhe zu kommen? In eine Hundeschule kann ich wegen meiner Krankheit nicht mit ihr gehen.
Liebe Katrin, zunächst einmal tut es mir von Herzen leid, dass es dir gerade gesundheitlich so schlecht geht😔 - und bewundere deine Stärke, so offen über deine Erkrankung zu erzählen.💪 Ich wünsche dir alles, alles Gute dabei, den Krebs zu besiegen und die Chemo gut zu überstehen.🍀🍀🍀 Ich denke auch, dass das Verhalten deiner Hündin durch deine schwierige Situation beeinflusst wird - allerdings nicht nur dadurch. Die zweite Größe sind sicherlich Pubertät und Hormone...😅 Sie scheint mir gerade durchaus eure Hierarchie in Frage zu stellen - da wäre es wichtig, darauf zu achten, dass du trotz allem eindeutig und konsequent bleibst. Du hast ja selbst z.B. schon beobachtet, dass liebevolles Wegschieben nicht hilft - hier fehlt es offenbar an Eindeutigkeit. Die Kleine ist grenzüberschreitend und respektlos dir gegenüber und du antwortest mit einer sanften und liebevollen Geste statt mit (völlig berechtigter) Empörung.✋️🤨 Die Lösung hast du doch auch schon gefunden🤗: Wenn die Hausleine hilft, dann nutze sie. Und mach dir dabei kein schlechtes Gewissen - das ist doch lediglich ein Tool, mit dem du deinem Hund den Gefallen tust, entspannen zu können.😊 Zu dämlichen Kommtaren Dritter kann ich nur sagen: Ignoriere sie einfach (auch wenn das echt nicht einfach ist...)😅 Ich habe anfangs auch diverse "hilfreiche" Erziehungstipps bekommen, z.B. "Pack ihn am Nacken und schmeiß ihn in die Hecke, dann piescht er da nicht mehr hin" - da war Bo 9 Wochen alt...😖😠😡 Aber ich habe gelernt, sowas zu ignorieren, mich nicht zu erklären und einen für uns passenden Weg in Erziehungsfragen zu finden. Das schafft ihr auch.🤗💪 Ich wünsche euch ganz viel Erfolg🍀🍀🍀
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