Jessica
17.11.2022 um 15:23Uhr

Beißen und anspringen

Hallo, eine Freundin und ich haben beide ein gleiches Problem. Sie muss bei ihrem Freund kurzfristig einziehen. Er besitzt einen Hund (französische Bulldogge, 2 Jahre, komplett unerzogen). Wenn sie alleine ist, ist er der liebste Hund, sobald der Freund auftaucht, rastet er total aus, beißt sie, springt sie an. Das gleiche Problem habe ich bei meinen Schwiegereltern (weimaraner, 1 Jahr, kaum erzogen). Wenn ich mit meinem Partner alleine bei ihnen sind, ist sie komplett ruhig auf ihrer Decke, kaum sind die Schwiegereltern da, beißt sie, springt sie uns an und lässt uns gar nicht mehr in Ruhe. Meine Frage nun, woher kommt das das Verhalten und wie lässt es sich erklären und was wir beide dagegen machen können, denn von beiden Besitzer kommt nur ein halbherziges nein und was ändern werden sie wahrscheinlich auch nicht (leider). Sorry ist einbisschen lang geworden. Liebe Grüße

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Carola
17.11.2022 um 20:12Uhr

Wenn die jeweiligen Halter nicht bereit sind, da konsequent gegen vor zu gehen, kann sich auch nichts ändern. Ihr könnt nur mit robustem Auftreten Euch die Hunde auf Distanz halten. Ich würde aber nachhaltig und penetrant auf die Halter einwirken, daß sie Maßnahmen ergreifen müssen, sonst kann das mal aus dem Ruder laufen und richtig gefährlich werden, Kinder könnten verletzt werden. Hunden müssen Grenzen gesetzt werden, das ist elementar für das Zusammenleben!

Silke
18.11.2022 um 01:14Uhr

Da kann ich mich Carola anschließen. Eine richtige Änderung gibt es erst, wenn die Besitzer deutlich machen, was angesagt ist und grundsätzlich mal an Erziehung denken. Schrecklich solche Leute. Dauerhaft wird es definitiv schlimmer werden. Da musst Du dann deutlich auftreten, um dem Hund mitzuteilen, dass sowas nicht geht. Nur, muss man auch sagen, nicht jeder Hund lässt sich sowas gefallen. Gerade, wenn Du Dich mit Hunden überhaupt nicht auskennst. Da wird sich sicherlich nichts ändern, im Gegenteil.

Anna
18.11.2022 um 06:41Uhr

Ich hätte gesagt, den Freund bekommt man evtl noch erzogen aber bei den Schwiegereltern wird das schwer 😅. Meine Schwiegermutter hat, nennen wir es mal ein Arschlochkater! Der ist echt fies! Da war meine Ansage: entweder du erziehst ihn oder ich komme nicht mehr. Und siehe da, dann hat das geklappt. Ich könnte ihn zwar nie anfassen aber wir ignorieren uns gegenseitig.

Silke
18.11.2022 um 13:47Uhr

Kenne ich auch, aber liegt vielleicht auch daran, keine Ahnung, dass ich normalerweise nichts machen brauche, irgendwie merken solche Tiere, oder eben auch Hunde, dass man sowas mit mir nicht macht. Eine langjährige Bekannte, mittlerweile schon der dritte Hund, nicht böse gemeint, aber waren, sind alle nie erzogen worden, Kindersatz, sitzen beim Essen auf dem Stuhl am Tisch, mir egal, muss jeder selbst entscheiden, nur ihre Hunde, alle kleiner, dulden keine Leute in der Bude, da kommst du rein, bellen, knurren, Zähne zeigen, geht weiter mit anspringen, in die Klamotten beißen und sowas, sie lacht nur und meint, meint er nicht ernst. Egal wer kommt, selbst bei ihr macht er das selten mal, wenn ich reinkomme, egal ob ich noch jemanden dabei habe, der genauso bescheuert empfangen wird, oder ich allein auflaufe, geschied nichts, endweder geht er sofort weg, oder läuft neben mir her. Ich verhalte mich einfach dementsprechend, trete deutlich auf und behandel ihn, als wäre er nicht da. Da er überall liegen darf, verteidigt er auch alles, der Hund kennt null Grenzen. Wenn ich mich irgendwo hinsetze geht er sofort, guckt mich nur von weitem an. Geht zum nächsten und hängt in den Zehen. Würde er etwas bei mir versuchen, gäbe es einen vor die Mappe, aber macht er nie. Ebenso bei einer Freundin, hat mehrere große Hunde, drei davon dulden keinen Besuch und Erziehung ist bei ihr Tagesform, die Hunde toben wie irre durch alle Zimmer, Ruhe gibt es dort nicht, möchte man reden, muss man das Gekläffe übertönen, die Hunde versperren einem schon an der Tür den Weg, die Hunde gehen zwischendurch auch an die Kinder, nicht beißen, aber essen sie etwas klauen die Hunde das manchmal aus dem Gesicht, oder ziehen sie an der Kleidung durch die Gegend. Ich würde ausrasten, wäre das bei mir hier genauso. Wenn mein Mann und ich dort zu Besuch sind, ist mein Mann schon angefressen, trägt auch alte Klamotten, da beim rausgehen immer etwas kaputt ist, bei mir nichts. Ich bin tatsächlich der Meinung, dass es damit zusammenhängt, wie man auftritt, ruhig, bestimmt, Körperspannung, neutral, desinteressiert, einfach ich bin da und ihr interessiert mich nicht und kommt doch einer an, stehe ich sofort auf, deutlichen Schritt drauf zu und verteidige meine Individualdistanz, die Hunde haben in meinem Raum nichts zu suchen, rede auch nicht, mehr ist nicht. Sicherlich auch ein Grund, dass ich selbst fast nur schwierige Hunde nehme und es hier funktioniert, bleibe deutlich und unnachgiebig, gerade anfangs, kein Schreien, anfassen, sonstiges. Hunde merken normalerweise, wen sie vor sich haben. Kann man selbst trainieren und strahlt man dann auch aus. Mich beeindruckt solch ein Verhalten nicht, genau dies muss ein Hund sehen. Reicht in vielen Fällen. Auf die Besitzer solcher Hunde kannst du dich nicht verlassen, da kann man endweder nicht mehr hingehen, oder muss selbst deutlich sein. Nicht böse gemeint, aber finde es von einem Partner schon ziemlich blöd, wenn er nichts unternimmt, da würde ich mir andere Fragen stellen, von wegen wie wichtig man ist, dass man nichts unternimmt und harmonischer zusammenlebt. Sind alles immer blöde Situationen. Ich frage mich dann immer nur, ob man es wirklich toll findet, ein solches Durcheinander bei sich zu haben und nie mal eine ruhige Atmosphäre, aber leider haben viele keine Lust etwas zu ändern, oder sich Unterstützung zu holen. Witzig ist dann, wenn dann Bekannte und Freunde sagen, ob ich DA MAL EBEN, etwas ändern kann, kommt nicht in Frage, denn, sage ich auch immer, was nützt es, wenn der Hund bei mir hört und ist er wieder zurück und, oder sie arbeiten nicht weiter, spare mir die Mühe, bringt nichts. Verwende meine Zeit dann besser für andere Hunde, die Hilfe brauchen und wo es sich lohnt. Zumal, Hunde selbst finden es nicht gut, immer dieses Verhalten zu zeigen und auf Strom zu sein. Nur, wenn ihnen niemand erklärt wie es anders geht, kann man da leider nichts machen.

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