Mandy
22.9.2022 um 16:51Uhr

In die Leine beißen und ziehen

Ich bin mittlerweile echt ratlos. Mein 8 Monate alter pitbull-stafford mix beißt beim spazieren gehen Ständig in die Leine und fängt richtig an dran zu ziehen , dass ich manchmal schon das Gefühl habe er zieht mit dir Schulter aus dem Gelenk . Ich habe es schon mit einem zwischen Satz probiert aus Stahl ..kein Erfolg, dann mit unterschiedlichen Sachen auf die Leine träufeln (Zitrone, Essig, etc) keine Wirkung. Er kennt die Abbruch Signale und beherrscht diese auch , aber in dem Moment ignoriert er sie komplett und macht was er will. Wenn dann der Moment gekommen ist wo er die Leine kurz loslässt springt er direkt wieder hoch um sich die Leine zu packen und scheut dabei auch nicht einem direkt gefühlt auf die Schulter zu springen . Leine auf den Boden schmeißen und Fuß drauf stellen bringt überhaupt nichts . Leine festhalten sich wegdrehen und den Hund ignorieren bringt auch rein gar nichts . Ich hoffe ihr habt noch irgendwelche Tipps , weil ich bin jetzt wirklich ratlos . Vielen Dank ;)

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Christina
22.9.2022 um 17:16Uhr

Du wirst da einen sehr langen Atem haben müssen... Als erste Maßnahme würde ich empfehlen, einen Teil der Leine aus Metallkette zu nutzen. Darauf rumkauen macht wenig Spaß. Dreht er total auf, binde ihn irgendwo an, stell dich zwei Meter daneben und ignorier ihn völlig. Das erfordert viel Geduld, vielleicht stehst du auch anfangs ne halbe Stunde rum. Warte bis er aufhört, und auch nicht fiept etc., sondern sich hinlegt und entspannt, auch wenn es Ewigkeiten dauert. Kommentarlos losmachen und weitergehen, beißt er in die Leine, gleiches Spiel von vorne. Parallel solltest du darauf achten, dass er 18-20 Stunden Ruhe hat. Was machst du ansonsten mit ihm auf Spaziergängen? Wird er dann genug ausgelastet? Das Beißen kann auch Langeweile sein, oder Frust, weil er etwas nicht darf. Das Alter spielt sicher auch eine Rolle. Umso wichtiger, dass du gelassen bleibst und dich nicht auf einen Kampf einlässt. Kräftemäßig kannst du das ja eh nicht gewinnen. 🙂

Mandy
22.9.2022 um 17:26Uhr

einen Teil aus Metall Kette habe ich tatsächlich und wenn der dran ist versucht er einfach über die Kette zu beißen in die „richtige“ leine . Das mit dem anbinden habe ich tatsächlich auch schon probiert und das ich weggegangen bin , aber dann beißt und zerrt er trotzdem so nach dem Motto interessiert mich nicht das du weg gehst . Sonst sind die Spaziergänge mit ihm wirklich super . er läuft ohne Probleme und zieht auch nicht , aber manchmal klackt es in seinem Hirn und dann dreht er auf . er darf während dem Spaziergängen überall ausgiebig schnüffeln und überall gucken . während des Spaziergangs üben wir teilweise das Beifuß gehen , was aber auch so mittelmäßig klappt . Er schläft Aufjedenfall gut seine 18 Stunden am Tag. ich spiele jeden Tag mit ihm und er wird auch gut ausgelastet , aber längere Spaziergänge sind zum Teil gar nicht mehr möglich, weil er dann gleich anfängt in die Leine zu beißen . aber danke für diesen Tipp ich werde das definitiv versuchen . :)

Christina
22.9.2022 um 17:41Uhr

Es gibt auch Leinen komplett aus Metall, nur mit Handschlaufe aus Leder, das ist vielleicht die Anschaffung wert. Oder eine Flexileine, auch wenn ich da kein Freund von bin, aber das ist auch nicht kaufreundlich.

Mandy
22.9.2022 um 17:44Uhr

Ich habe jetzt gerade eine Leine komplett aus Metall gekauft mit dem Ledergriff. ich werde es Aufjedenfall versuchen und werde mal eine Rückmeldung geben . vielen Dank :)

Christina
22.9.2022 um 17:56Uhr

Mach das, würde mich freuen! Viel Erfolg!

Antje
22.9.2022 um 18:25Uhr

Akimo hat das auch gemacht und ich war damals echt verzweifelt und fertig, weil er auch geknurrt hat. Ich war dann bei einer Hundetrainerin und die meinte das das Spielen ist und Spielknuren ist. Ich hatte damals auch Angst vor dem knurren. Danach habe ich beim Gassi gehen, wenn ich das nicht wollte, die Leine recht kurz genommen und ich habe festgelegt wo er schnüffeln darf. Und ich habe da ab sofort das ganze mit Training verbunden. Ganz gezielt hab ich dann öfters bei der Gasdirunde ein Stück ausgesucht wo ich nur gespielt habe mit ihm und dann wieder auf dem Rückweg an die kurze Leine. Nach und nach habe ich die leine dann immer ein Stück länger gemacht. Hier heißt es es wirklich durchhalten und sturer sein.

Sandra
22.9.2022 um 20:12Uhr

Wann beginnt er denn in die Leine zu beißen? Die Spaziergänge sind ihm vielleicht zu langweilig, beim ausgiebigen schnüffeln macht er ja seins. Achtet er dabei trotzdem auf dich, schaut er immer wieder zu dir? Wir haben unsere gemeinsame Zeit immer auf den Spaziergängen. Spielen miteinander, trainieren oder suchen etwas. Jeder Blick zu mir wurde Anfangs gefeiert und belohnt, verbal oder ich habe ein Spielzeug in der Tasche und wir spielen kurz oder mal ein Leckerli. Zu Hause sollte man den Hund eher nicht so viel Beachtung schenken und er ruhen. Fällt mir manchmal schwer 😉 Aber in solchen Trotzphasen kann man es schon mal nutzen. Tritt das zum Ende von einem langen Spaziergang auf, kann es auch Müdigkeit sein… nach Müde kommt blöd. Dann erstmal kürzere Spaziergänge machen. Ich wünsche dir viel Erfolg!

Abira
22.9.2022 um 20:32Uhr

hallo Mandy, das hört sich nach einer Übersprungshandlung an. Meiner hat das damals gemacht wenn wir über eine stark befahrene Straße gegangen sind oder an einem Hund vorbei sind zu dem er nicht darf. In solch einer Situation bin ich in die Hocke und habe ihn zwischen meine Beine genommen, mit meinen Händen an der Brust gehalten bis er sich beruhigt hat. manchmal musste ich es wiederholen. nach und nach wurde es weniger, dann reichte schon ein „lass es“ bis es schließlich ganz verschwunden ist. es heißt hier wirklich viel Geduld und konsequent sein. das Verhalten darf sich für den Hund nicht lohnen. das ignorieren hat seiner Zeit bei mir nicht gewirkt. das zwischen die Beine nehmen war für mich angenehmer und es hat gewirkt. ich habe übrigens auch ein schweres Muskel Exemplar. auf die Leine stellen war bei mir nicht möglich weil er mir zu stark ist und ich Angst hatte dass ich hinfalle wenn er sich in die Leine wirft :-)

Wiebke
23.9.2022 um 08:51Uhr

Hallo Mandy, wie lang geht das schon so? Wir hatten das auch, als Watson etwa in dem Alter war. Alles probiert, nur keine Manipulation an der Leine (also Essis u.ä. oder Kette). In der Rückschau würde ich sagen, dass nichts so richtig geholfen hat, sondern dass die Zeit das bei uns geregelt hat. Ich habe diese Situationen irgendwann ausgesessen: Bin stehen geblieben, Habe mich auf die Leine gestellt, Hund nicht beachtet und wenn er sich beruhigt hatte, ging es weiter zügigen Schrittes nach Hause. Hat es sich auf dem Weg nach Hause wiederholt, habe ich mein Handeln auch wiederholt. Das ging etwa 2 Monate lang so, erst wurde es seltener, dann war Schluss. Für das Hundehirn ist es eine hochsensible Phase, wo einfach vieles im Umbau ist. Man sollte natürlich sicherstellen, dass es sich nicht um massives Maßregeln durch den Hund handelt und dass soweit alles im Lot ist, sprich: der Hund bekommt genug Ruhe und Abwechslung. Wenn soweit in eurer Beziehung alles in Ordnung ist, der Hund dich und deine Erziehung zu respektieren scheint, dann würde ich das unter Pubertät abspeichern und auf bessere Zeiten hoffen. Wenn du dich überfordert fühlst und unsicher bist, ob sonst alles passt, würde ich dir einen Trainertermin empfehlen, wo sich eure Situation einmal umfassend angeschaut wird.

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