Hallo ihr Lieben! Ich habe ein Problem mit meiner 11-jährigen Labrador-Collie-Mix Hündin, an welchem ich mir schon lange Zeit die Zähne ausbeiße. Und zwar reagiert sie tlw. recht ungemütlich, wenn jemand das Büro betritt, den sie nicht gut kennt. Ich habe Lotti vor 8 Jahren von privat übernommen und sie von Anfang an mit ins Büro genommen. Die ersten Jahre lief das auch völlig problemlos. Besuch wurde entweder ignoriert oder neugierig begrüßt. Als sie ca. 7 Jahre alt war, fing sie dann ganz plötzlich an, unsere Reinigungskraft anzuknurren. Ich dachte zunächst, es würde sich um eine Ressourcenverteidigung handeln, bezogen auf die Mülleimer im Büro (Lotti ist labbitypisch sehr auf Futter fixiert). Allerdings weitete sich das Verhalten bald auch auf andere Personen aus (zB. Handwerker) und wurde auch von der Intensität her schlimmer. Nun wurde nicht mehr von ihrem Platz aus geknurrt, sondern auch gebellt und sogar in die Wade gezwickt. Ich habe mir dann Hilfe bei einer Hundetrainerin gesucht und diese meinte, dass die Aggression wahrscheinlich territorial motiviert wäre und riet mir, Lotta bei Besuch auf ihrem Platz anzuleinen und aufzustehen, um den Besuch in Empfang zu nehmen. Ihr Knurren und Bellen sollte dabei ignoriert werden. Leider hat das ebenso wenig Erfolg gebracht, wie Lottis Platz an eine Stelle zu versetzen, wo sie keinen direkten Blick mehr auf die Tür hat. Lotti wirkt nach wie vor sehr gestresst, wenn die Reinigungskraft kommt. Sie bleibt zwar auf ihrem Platz, knurrt von dort aus aber weiter und versucht, nach dem Wischmopp zu beißen, wenn dieser in ihre Nähe kommt. Momentan versuche ich durch Futter, ihr ruhiges Verhalten schmackhaft zu machen und ihre Aufmerksamkeit auf mich zu fokussieren. Das klappt auch ganz gut, aber sobald ich aufhöre zu füttern, schaltet sie sofort wieder in den Abwehrmodus. Vielleicht habt ihr ja noch Ideen, was ich tun könnte, um die Situation endlich wieder zu entspannen.
Hallo Mika, der Ratschlag deiner Hundetrainerin ist grundsätzlich gut. Natürlich braucht es bei einem älteren Hund etwas mehr Zeit, um bei Veränderungen die ersten Erfolge zu sehen. Oft schleichen sich solche Verhaltensweisen mit der Zeit ein und wir bemerken sie erst, wenn sie uns im Alltag wirklich stören. Eine Box wäre noch eine Idee, damit Lotti dort zur Ruhe kommen kann und auch der Wischmopp auf diese Weise keine Bedrohung mehr darstellt. Eine Box sollte jedoch ganz langsam etabliert werden, am Besten zunächst zu Hause. Die Sicht auf die Tür im Büro könntest du Lotti versperren, in dem du einen Stuhl o. ä. mit einer Decke drüber vor sie stellst. Eine andere Möglichkeit wäre noch (wenn machbar), Lotti an die Leine zu nehmen oder sich draufzustellen, solange Besucher im Büro sind. Wir würden dir in jedem Fall auch noch empfehlen, den Kurs "Bindung und Beziehung", den Baustein häusliches Management noch einmal anzuschauen und auch für die Omi Lotti ruhig noch einmal Grenzen und Regeln aufzustellen. Manchmal bedarf es einfach etwas mehr klare Führung des Halters um eine Verhaltensänderung des Hundes zu erreichen. Viele Grüße vom Team der Doguniversity
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