Yvi
25.1.2026 um 17:32Uhr

2. Hund zieht ein

Hallo 🙋‍♀️, ich habe einen 7 Jahre alten Rüden. Im September letzten Jahres haben wir eine 1 jährige Hündin aufgenommen. Beide kommen aus dem Tierschutz. Wir sind vor ihrem Einzug über 2 Wochen mehrmals zusammen spazieren gegangen. Ca. 8 Wochen nach ihrem Einzug hat sie begonnen sehr territorial und dominant zu sein. Die Fütterung findet schon immer getrennt voneinander statt, denn sie verteidigt die Ressource Futter extrem. Das regulierte sich bis Ende Dezember wieder etwas. Seid 4 Wochen geht sie ohne vorangegangene Konflikte auf unseren Rüden los. Dieser möchte auch nicht nachgeben, sodass es immer wieder zu Beißerein kommt. Durch Management mit Maulkorb und Leinen geben wir beiden ihren Raum um zu entspannen. Die Situation verbessert sich leider nicht merkbar. Ich fühle mich hilflos, denn ich möchte nicht, dass jemanden etwas passiert und ich möchte sie auch nicht wieder ins Tierheim bringen müssen. Habt ihr Tipps, wie man ein entspanntes Miteinander hinbekommt? Meine Angst ist, dass es diese Chance für uns nicht gibt…! Viele Grüße

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Team
26.1.2026 um 13:45Uhr

Hallo Yvi, leider können wir euch aus der Ferne keine detaillierten Ratschläge geben. Das wäre unserer Meinung nach nicht seriös, da man sich euch und die Hunde in den realen Lebenssituationen anschauen müsste. Deiner Beschreibung nach macht ihr vieles ja bereits richtig (Maulkorb etc.) und gut ist schon einmal, dass sich die Situation bereits einmal gebessert hatte und so wie es sich anhört, es bei den Streitereien zu keinen ernsthaften Verletzungen gekommen ist. Also bitte die Hoffnung nicht aufgeben. Manchmal brauchen die Hunde längere Zeit, bis sie sich "zusammengerauft" haben. Management ist in nächster Zeit nach wie vor wichtig. Wir empfehlen euch auch, dass sich ein erfahrener Hundetrainer die Situationen einmal vor Ort anschaut, damit er dann einen Trainingsplan mit euch zusammen erstellen kann. Also nicht aufgeben, mit der richtigen Unterstützung könnt ihr das Zusammenleben eurer Hunde sicherlich bald in die richtigen Bahnen lenken. Wir drücken fest die Daumen. Liebe Grüße Dein Team der Doguniversity

Michael
29.1.2026 um 06:46Uhr

Hallo Yvi... Sind denn beide Hunde intakt? Das wäre bei Tierschutzhunden ja sehr ungewöhnlich. Ich frage, weil das den hormonellen Aspekt, teilweise, ein oder ausschließlich könnte. Ich sorge bei meinen Hunden besonders dafür, dass sie von Anfang an wissen, sie haben nichts zu verteidigen, denn alles gehört den Menschen. Jede Ressource, außer Wasser und den Ruheplatz, verbinde ich immer, von Anfang an, mit Aufmerksamkeitstraining, Zuteilen und Wegnehmen. Selbst bei Zuneigung zeige ich Anfangs deutlich, das es ein nacheinander gibt, oder ein miteinander, das dann aber ganz ruhig abzulaufen hat. Ich akzeptiere kein Dazwischendrängeln oder sich in den Vordergrund spielen, von keinem Hund. Auch bei der Fütterung kommt es erstmal darauf an anzulernen das alles DIR gehört, du es geben und wegnehmen kannst, es keine klare Reihenfolge gibt und du keine Konkurrenz duldest. Wichtig dabei die Hunde immer einzeln zu sehen und auch so zu korrigieren und zu führen. Das Lernziel ist, du bist der Boss und keiner von Beiden hat einen höheren Rang als der Andere. Das lässt sich so ziemlich in jeder Alltagssituationen trainieren und wird auch sehr schnell akzeptiert, wenn dein Management konsequent funktioniert und eure Beziehung klar definiert ist. Wer am Ende bei Streitereien angefangen hat lässt sich oft garnicht deuten. Der vermeintlich Unschuldige könnte Signale gesendet haben, die wir nur bei genauester Beobachtung deuten könnten und wenn wir die hündische Kommunikation wirklich komplett verstanden haben. Hunde können so schnell, fein und auch leise kommunizieren das wir plumpen Menschen das garnicht mitbekommen. Es gibt auch Hunde die sich nie so richtig nahe stehen werden, in der Gruppe, die aber trotzdem miteinander klar kommen, weil ihr Rudelführer keinen Grund für große Konflikte zulässt und immer mal kleine entstehende Konflikte sofort fair klärt. Man könnte das noch mehr ausführen, aber im Grundsatz sind das die Dinge auf die es erstmal ankommt. Wenn du Fragen zu Details hast, versuche ich sie dir gerne zu beantworten. Bitte nicht aufgeben und an Trennung denken, davon seid ihr glaube ich weit entfernt. LG Micha

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