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Welpen & Junghunde
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11 Wochen alte Großpudel-Hündin nach zwei sehr schlechten Begegnungen verunsichert – wie sollen wir jetzt weiter vorgehen?
Sie ist eine 11 Wochen alte Großpudel-Hündin. Der tägliche Spaziergang ist für uns momentan leider eine ziemlich große Herausforderung. Ich würde gerne eure Einschätzung hören, wie wir jetzt am besten mit ihr weitermachen. Leider ist bereits unser allererster Spaziergang, als sie mit 8 Wochen zu uns gekommen ist, ziemlich missglückt. Wir sind bei uns vor das Haus gegangen und haben uns nett mit unseren Nachbarn unterhalten, einem Paar, das sehr einfühlsam mit ihr umgegangen ist. Sie wollte sich den beiden gerade vorsichtig nähern. Beide haben sich hingehockt und sie war kurz davor, sie zu erreichen, als plötzlich ein Terrier an einer Flexileine auf uns zugeschossen kam und hat sie massiv verbellt hat. Der Besitzer, ein älterer Mann, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal in Sichtweite. Die kleine ist daraufhin vor den Menschen geflohen. Ich habe sie hochgenommen und mich mit ihr vom Hund weggedreht. Der Besitzer kam schließlich dazu, grinste nur und meinte sinngemäß: „Ah ja, mein ...“. Ich war in diesem Moment ehrlich gesagt völlig perplex und bin mit ihr wieder ins Haus gegangen. Seit diesem Tag geht sie kaum selbstständig an der Leine von unserem Grundstück weg. Ich habe mich deshalb schon einige Male mit ihr einfach vor die Tür gesetzt und ihr auch draußen Futter gegeben, ohne überhaupt einen Spaziergang zu verlangen. Wir versuchen, ihr den unmittelbaren Bereich rund um unser Haus wieder positiv zu vermitteln. Interessant ist, dass sie sich außerhalb unseres unmittelbaren Wohnbereichs deutlich anders verhält. Sie ist sicher keine draufgängerische Hündin, aber sie ist dort längst nicht so blockiert und gehemmt wie rund um unser Haus. Wir arbeiten deshalb seit einiger Zeit sehr kleinschrittig daran. Mit viel Geduld, Lob und Leckerli schaffe ich es inzwischen, einige Meter mit ihr von unserem Grundstück wegzugehen. Dabei blickt sie allerdings noch sehr verunsichert in alle Richtungen. Sobald wir etwas weiter vom Haus entfernt sind, taut sie etwas auf. Der Schwanz geht deutlich höher und sie beginnt interessiert ihre Umgebung zu beobachten. Ich hatte deshalb tatsächlich das Gefühl, dass es von Tag zu Tag wieder besser wird. Heute bin ich eine kleine Runde mit ihr gegangen. Sie ist zunächst besser vom Haus weggegangen als bisher. Man merkt aber deutlich, dass sie sich noch nicht wirklich wohlfühlt. Sie kennt inzwischen offenbar den Weg nach Hause sehr gut und zieht entsprechend in diese Richtung. Dann kam leider die nächste Situation. In der Nähe unseres Hauses befindet sich ein Campingplatz. Auf dem Rückweg, kurz vor unserem Haus, haben wir einen Camper mit einem Bullmastiff gesehen. Wir sind bewusst auf die andere Straßenseite gegangen, um möglichst viel Abstand zu schaffen. Trotzdem ging der Bullmastiff massiv in die Leine, knurrte und bellte Rosi an. Der Besitzer musste ihn mit beiden Händen halten. Er reagierte ansonsten nicht wirklich auf die Situation, sondern stand grinsend daneben, während sein Hund sich so aufführte. Jetzt sind wir wieder zu Hause und sie traut sich aktuell sogar in unserem eigenen Garten nicht mehr frei zu bewegen. Den Bullmastiff können wir teilweise bis zu uns hören, wenn er bellt. Die kleine wirkt dadurch momentan auch hier verunsichert und bleibt lieber in unserer Nähe. Seit dem ersten Erlebnis ist sie gegenüber fremden Hunden und teilweise auch Menschen deutlich zurückhaltender geworden. Ich würde sagen ängstlich und lässt sich von keinem berühren. Die zweite Situation heute scheint nun sogar ihre Sicherheit im eigenen Garten beeinträchtigt zu haben. Wir sind sehr bemüht, ihre Erfahrungen durch positive und kontrollierte Begegnungen wieder zu überlagern. Wir hatten beispielsweise bereits ein sehr schönes, moderiertes Treffen mit einem sicheren, souveränen erwachsenen Hund. Das hat gut funktioniert und sie konnte sich dort ganz anders zeigen. Sie ist jetzt 11 Wochen alt und befindet sich natürlich gerade in einer wichtigen Entwicklungsphase. Wir möchten ihr möglichst viele gute Erfahrungen ermöglichen und sie gleichzeitig nicht mit Situationen überfordern, die sie noch nicht bewältigen kann. Deshalb würde mich eure Einschätzung sehr interessieren: Wie würdet ihr jetzt konkret weitermachen? Würdet ihr weiterhin versuchen, jeden Tag kleine Spaziergänge vom Grundstück weg zu machen, oder würdet ihr nach der heutigen Situation zunächst wieder stärker auf positive Erfahrungen direkt rund um Haus und Garten setzen und den eigentlichen Spaziergang reduzieren? Und wie würdet ihr mit solchen unkontrollierten Begegnungen mit fremden Hunden umgehen? Wir können schließlich nicht verhindern, dass uns Hunde begegnen, deren Besitzer ihre Hunde nicht ausreichend kontrollieren. Ich möchte vor allem vermeiden, dass sich diese Erfahrungen bei ihr weiter festsetzen. Gleichzeitig möchte ich sie aber auch nicht durch zu viel Schonung darin bestätigen, dass die Umgebung außerhalb unseres Hauses tatsächlich etwas Bedrohliches ist. Ich bin mittlerweile ehrlich gesagt auch etwas säuerlich. Wir bemühen uns sehr darum, ihr einen guten und sicheren Start ins Leben zu ermöglichen, und müssen nun schon zum zweiten Mal erleben, wie wenig man sich auf andere Hundehalter verlassen kann und wie wenig manche Menschen darüber nachdenken, was ihr Verhalten bei einem jungen Hund auslösen kann.Ich würde deshalb gerne von euch wissen, wie ihr in dieser konkreten Situation mit einem 11 Wochen alten Großpudelwelpen weiter machen würdest. Vielen Dank
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