Als unser Theo (Rauhaardackel) mit acht Wochen zu uns kam, haben wir ihn zunächst neben dem Tisch auf eine Decke gelegt, auf der er für eine Weile täglich seinen Liegeplatz gefunden hat. Leider haben wir zugelassen, dass er sich häufig damit beschäftigt auf der Decke herum zu kauen und sie zu zerbeißen. Jetzt haben wir das Problem, dass er dies Spiel mit allen Decken treibt, daher ist auch Deckentraing unmöglich. Vom „Abschnappen“ mit der Hand lässt er sich nicht beeindrucken. Um überhaupt etwas Respekt zu gewinnen, denn er kann ganz schön renitent sein, habe ich mir aus Zeitungen eine Art Trichter gebaut mit dem ich dann laut auf den Tisch oder Boden schlage. Wenn gar nichts hilft, nehme ich ihm die Decke weg. Aber das kann ja nicht die Lösung sein. Außerdem mache ich mir Sorgen, weil Theo begonnen hat manchmal nach meiner Hand oder meinem Arm zu schnappen, wenn ich ihn korrigiere, wenn er in die Hose oder Schuhe zwickt. Selbst ein Schnauzengriff beeindruckt ihn in keiner Weise. Ich finde das bedenklich. Er ist jetzt 14 Wochen alt … Vielen Dank für Rat und Hilfe, Carola
Hallo Carola, das Schlagen mit der Zeitung auf den Tisch wird auf Dauer leider keinen Erfolg haben, denn dein Theo wird sich daran gewöhnen und irgendwann kurz nach dem Geräusch wieder seiner „Passion“ nachgehen. Wahrscheinlich ist er gerade im Zahnwechsel und da brauchen die Welpen oft etwas zu kauen. Da muss man ausprobieren, was funktioniert. Die einen mögen weiche Dinge zum Kauen, die anderen bevorzugen härtere Sachen. Eine Kaffee-Wurzel nehmen manche Hunde gut an oder einen Kauknochen, der lange hält. Um Theo das Knabbern an Decken abzugewöhnen, solltet ihr ein Abbruchsignal aufbauen, das richtig gut funktioniert. Bis dahin solltet ihr Theo keine Decken zur Verfügung stellen oder er darf eine bestimmte Decke haben, an der er herumbeißen darf, wenn er sie nicht frisst. Was das Deckentraining angeht, es muss nicht unbedingt eine Decke sein, auf die ihr Theo schickt. Es gibt Hundebettchen, die keine Decke brauchen oder auch sog. Kudden von Sabro (einfach mal googeln), die keine Stoffe haben. Wichtig ist jetzt das Etabieren eines Abbruchsignals, damit Theo dann auch versteht, dass er mit dem, was er gerade tut aufhören soll. Bisher war das Zerbeißen von Decken ja erlaubt. Er muss jetzt erstmal verstehen, dass diese Beschäftigung nicht mehr erwünscht ist und mit einem gut konditionierten Abbruchsignal könnt ihr euch in Zukunft dann auch durchsetzen. Legt dann später z. Bsp. eine Decke neben ihn und beobachtet Theo aus dem Augenwinkel Sobald er anfängt an der Decke zu knabbern, setzt ihr das Abbruchsignal ein. Sobald er reagiert und mit dem Kabbern aufhört, lobt ihr ihn in ruhiger Weise. Das macht ihr dann immer mal wieder. Ihr wollt das Knabbern also provozieren, so dass ihr Theo im richtigen Moment korrigieren könnt. Dann werdet ihr Theo seine „Macke“ sicherlich bald wieder abgewöhnt haben. Liebe Grüße vom Team der Doguniversity
vielen Dank für den Hinweis auf das Abbruchsignal, ich werde gleich morgen damit beginnen. Vorhin habe ich meine Anfrage noch um ein Problem ergänzt. Ich freue mich, wenn ich dazu auch noch einen Rat bekommen kann 😘
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